Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit
Sonntag, 12.04.2026
15 Uhr
- Mariahilfberg Neumarkt -
- Spendenprojekt 2025 -
"Kinderheim Maria Mutter der Hoffnung"
in Anjara, Ajloun
Jordanien
(Mission der Ordensfamilie des fleischgewordenen Wortes)
1. Sozioökonomischer und religiöser Kontext
Die Mission wurde 2003 gegründet und ist in Anjara tätig, einer Bergstadt im Norden Jordaniens. Die Winter dort sind streng und Ressourcen knapp. Jordanien mit seinen 11 Millionen Einwohnern steht vor erheblichen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, darunter begrenztes Ackerland und hohe Lebenshaltungskosten – besonders schwierig für schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen.
Die vorherrschende Religion ist der sunnitische Islam (93 %). Das Christentum, vorwiegend griechisch-orthodoxe Tradition, macht etwa 4 % der Bevölkerung aus, während die katholische Kirche eine Minderheit darstellt. Innerhalb dieser Minderheit wurde diese kleine Mission gegründet.
2. Die Arbeit im Kinderheim
Kurz nach unserer Ankunft der Ordensschwestern im Missionsgebiet, beschlossen diese auf Bitten mehrerer christlicher Familien aus verschiedenen Städten und Gemeinden Jordaniens, das Kinderheim zu eröffnen. Angesichts der vielfältigen familiären Schwierigkeiten, die das normale Aufwachsen und die Betreuung ihrer Kinder beeinträchtigten, boten die Schwestern den Kindern ein Zuhause.
Viele von ihnen erlebten schwere familiäre Probleme, wie die dauerhafte Verlassenheit durch die Eltern, die Trennung der Eltern, die psychische Erkrankung oder den Tod eines Elternteils.
Derzeit werden 24 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 18 Jahren betreut.
Die Schwestern bieten den Kindern und Jugendlichen:
• Sichere Unterkunft und nahrhafte Mahlzeiten
• Kleidung und medizinische Grundversorgung
• Schulbildung und schulische Förderung
• Emotionale und spirituelle Entwicklung
• Freizeitaktivitäten
Neben der Bereitstellung lebensnotwendiger Ressourcen wie Nahrung, Unterkunft und Kleidung ist es die Mission der Schwestern, eine umfassende Bildung und Erziehung anzubieten, welche spirituelle, intellektuelle und menschliche Werte vermittelt. Diese Aspekte sind grundlegend für die soziale Integration, eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung und, wenn möglich, die Wiedereingliederung in die Familie, sobald sich die familiäre Situation stabilisiert hat. Die Schwestern bemühen sich, ein familiäres Umfeld zu schaffen, in dem sich Kinder und Jugendliche gehört, unterstützt und umsorgt fühlen und auf ihre Sorgen, Erwartungen und emotionalen Bedürfnisse eingegangen wird.
3. Bildung & Förderung
Die meisten der Kinder kommen mit schweren emotionalen Traumata und Lernrückständen in das Heim und benötigen individuelle Förder- und Lese-/Schreibprogramme.
Die Schwestern gewährleisten:
• Tägliche Lerngruppen (3–4 Schüler/innen)
• Grundlegende Lese-/Schreibförderung und fachspezifische Nachhilfe
• Außerschulische Aktivitäten: Kunst, Musik, Sport, Englisch-Workshops
4. Finanzielle Situation
Das Heim erhält weder ein festes Einkommen noch staatliche Zuschüsse und ist vollständig auf die Großzügigkeit von Menschen angewiesen, da auch die Lebenserhaltungskosten im ganzen Land sehr hoch sind.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die meisten der Heimkinder aus Städten und Gemeinden im Landesinneren stammen und aus einkommensschwachen Familien kommen, die aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten nicht in der Lage sind, für ihre Kinder zu sorgen.
Ihre Unterstützung kann Leben verändern.
Jeder Beitrag trägt direkt dazu bei, Bildung, Gesundheit und Zukunftschancen dieser Kinder und Jugendlichen zu verbessern.
Die Schwestern bedanken sich jetzt schon für jede Hilfe und versprechen Sie und Ihre Familien fest ins Gebet mit einzuschließen.
"Des Menschen Kraft ist das Gebet"
(Dietrich Bonhoeffer)
Steffi und Verena
